Sichere und leistungsfähige Lieferkette in der Lebensmittelindustrie

Der Forschungsverbund FORFood betrachtet die gesamte Wertschöpfungskette von der Lebensmittelproduktion, über die industrielle Verarbeitung, bis zur Distribution an den Kunden. Er setzt sich aus 6 Forschungsgruppen bayerischer Universitäten und Forschungsinstitute sowie einer Vielzahl an industriellen Partnern zusammen. Die Ziele des Verbundes sind Qualitäts- und Effifzienzsteigerungen bei der Herstellung und Verteilung von Nahrungsmitteln durch optimalen Einsatz von Ressourcen.

Die Themen Gesundheit, Convenience und Genuss sind die wichtigsten Treiber in der Lebensmittelindustrie. Konsumenten verlangen gesunde, einfach zubereitbare Nahrungsmittel, die kundenindividuell angepasst sein sollen. Gleichzeitig müssen die Hersteller die Kosten senken, um ihre Produkte am Markt verkaufen zu können.

Daher sind die Forschungsarbeiten auf eine rohstoffschonende, qualitativ hochwertige Herstellung und Verpackung von Lebensmitteln fokussiert. Betrachtet werden sowohl die gesamte Wertschöpfungskette von der Nahrungsmittelproduktion bis zur -verpackung, als auch einzelne Kernprozesse bei der Verarbeitung. Eine Erhöhung der Sicherheit und ein geringerer Einsatz von Rohstoffen sind das Ziel für die Entwicklung von Strategien und Verfahren für eine innovative, rückverfolgbare Lebensmittelproduktion. Durch die Erarbeitung von umweltverträglichen, flexiblen und adaptiven Lösungen für die Lebensmittelverpackung wird die Prozesskette beim Nahrungsmittelhersteller komplettiert und somit die Grundlage zum maximalen Ausschöpfen des Optimierungspotenzials hinsichtlich Qualität und Ressourceneinsatz geschaffen.

Der Forschungsverband FORFood wird von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert.

Innerhalb des Verbundes arbeiten verschiedenste Forschungsinstitute sowie eine Vielzahl an Industrieunternehmen in sechs Teilprojekten zusammen und erforschen ressourcenschonende Verfahren und Produkte für die Lebensverarbeitung sowie -handhabung.

Das Forschungsprojekt FORFood setzt sich aus folgenden Teilprojekten (TP) zusammen:
TP 1: Einsatz des Hochfrequenz-Erhitzungsverfahrens zum schnellen Pasteurisieren oder Sterilisieren
TP 2: Automatisierte Lebensmittelherstellung in Losgröße 1
TP 3: Flexibilisierungsansätze für Verpackungsanlagen in der Lebensmittelindustrie
TP 4: Rationalisierung der Handhabung und Weiterverarbeitung von Obst und Gemüse
TP 5: Nachhaltigkeit beim Verpacken von Frischeprodukten
TP 6: Sichere Supply Chain durch intelligenten Behälter

Innerhalb des Forschungsverbundes war DYNAMIC Systems in Teilprojekt 6 - Sichere Supply Chain durch intelligenten Behälter - tätig.

Die Anforderungen an Sicherheit und Qualität sind insbesondere in der Lebensmittelindustrie extrem hoch. Die EU-Verordnung (EG) Nr. 178/2002 bestimmt deshalb die durchgehende Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. Für jeden Teilnehmer der Lieferkette ist die Dokumentation nach dem Prinzip „one step up – one step down“ vorgeschrieben.
Sofern die Waren jedoch nicht nur rückverfolgt werden sollen, sondern auch effizient zurückgerufen werden sollen, ist eine Lieferketten übergreifende, durchgehende Rückverfolgbarkeit von Warenströmen mit Chargentrennung die Voraussetzung für eine effiziente Umsetzung.
Eine solche Rückverfolgung setzt jedoch die Ermittlung und Speicherung von Daten entlang der gesamten Lieferkette, sowie schnelle Zugriffs- und Auswertungsmöglichkeit voraus.

Zielsetzung
• Sicherung der Qualität von Lebensmitteln durch sensorbasierte Überwachung der Umweltbedingungen
• Steigerung der Effizienz von Prozessen in der Lieferkette
• Erhöhung der Transparenz der Lebensmittelkette
• Vereinfachung der Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln

Lösung
Zur Erreichung der genannten Ziele wurde ein intelligenter Behälter, sowie die notwendige Infrastruktur erforscht werden. Zudem wird die durchgehende Warenstromkette in der Lebensmittellogistik untersucht.

Zusammenfassung
Es ist ein integriertes System entstanden, das zum einen eine umfassende Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit ermöglicht und zum anderen die Effizienz der logistischen Prozesse steigert.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurden ein intelligenter Behälter und die zu seinem Einsatz nötige Infrastruktur entwickelt. DYNAMIC Systems war in diesem Bereich bei der Transponderentwicklung unterstützend tätig.