Die Checkliste für den richtigen Etikettendrucker

 

Das heute umfangreiche bestehende Angebot an Etiketten-Druckern macht es dem Kunden nicht immer leicht, sich für die passende Hardware zu entscheiden. Sowohl wirtschaftliche Aspekte, wie auch die individuellen Anforderungen müssen bereits im Vorfeld abgewägt und entschieden werden.

Nach folgenden Faktoren sollte der Druckerkauf entschieden werden:

  • Einsatzgebiet
  • Druckmenge
  • Auflösung
  • Medienformat
  • Druckersprache
  • Schnittstellen
  • Zubehöroptionen

Um final den richtigen Drucker auszuwählen ist es von besonderer Bedeutung bei den aufgezählten Faktoren die entsprechenden Anforderungen klar zu definieren, da eine spätere Umrüstung meist auch einen kosten- oder zeitintensiven Umbau erfordern.

Einsatzgebiet
Dieser Faktor kann in drei Unterkategorien gegliedert werden:

  • Produktion
  • Büro
  • Mobil

Im Bereich der Produktion spielen vor allem Robustheit und Widerstandsfähigkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weitere Umgebungsbedingungen, wie z.B. Staub, Luftfeuchtigkeit und Temperatur müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Bereits hier kann die Entscheidung fallen, welcher Gehäuestyp gewählt werden soll. Metallgehäuse stellen hierbei die langlebigere Variante dar, die zudem elektromagnetische Störungen abschirmen können. Ein Kunststoffgehäuse dagegen hat einen klaren Preisvorteil.

Soll der Drucker dagegen im Büro eingesetzt werden, stellt sich die Frage nach dem Platzbedarf und der Lautstärke, die während des Druckvorgangs entsteht; ein Faktor, der gerade in Großraumbüros zum Tragen kommt. Steht bei der Druckerauswahl die Handlichkeit, sowie ein minimales Gewicht im Vordergrund, sollte ein mobiler Drucker mit Akkubetrieb gewählt werden.

Unabhängig vom Einsatzgebiet des jeweiligen Druckers sollte der Fokus auf eine einfache Bedienbarkeit gelegt werden. Eine intuitive Menüführung, sowie das unkomplizierte Wechseln oder Auffüllen von Verbrauchsmaterialien sollte ohne großen Erklärungsaufwand von jedem Anwender selbstverständlich ausgeführt werden können.

Druckmenge
Die für den Drucker zu bewältigende Spanne reicht hier vom permanenten 24 Stunden dauernden Einsatz bis hin zu solchen, die gelegentlich nur für einzelne Druckaufträge verwendet werden.

Bei stets beanspruchten Geräten muss darauf geachtet werden, dass neben der qualitativ hochwertigen Verarbeitung auch die Einzelteile sehr robust sind. Eine hochwertige Lagerführung, wie auch gute Rollen tragen zu einer hohen Langlebigkeit bei permanentem Gebrauch bei.

Weitere Faktoren sind ein stabiles Gehäuse, eine robuste Mechanik, die Unempfindlichkeit gegenüber externen Störfaktoren und hochwertige Verschleissteile.

Auflösung
Im Allgemeinen wird hier zwischen den Auflösungen 200 dpi, 300 dpi und 600 dpi unterschieden.
Dies kann später die Lesbarkeit der gedruckten Barcodes im weiteren Arbeitsverlauf entscheidend beeinflussen. Hierbei besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Auflösung und der Lesbarkeit des anschließend produzierten Barcodes, was den Arbeitsablauf extrem beeinflussen kann.

Medienformat
Durch die bauseitig bedingten Vorgaben des Druckers muss bereits im Vorfeld feststehen, welches Etikettenformat bedruckt werden soll, da eine spätere Vergrößerung der Druckbreite nicht möglich ist. Beachtet werden sollte zudem: Es kommt nicht nur auf das Etikettenformat, sondern auch auf die Zahl der nebeneinander angeordneten Etiketten und somit auf die Gesamtbreite des Liners an.

Druckersprachen
Hier gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Integration in ein bestehendes System oder autarker Druckerbetrieb. Soll der Drucker in ein bestehendes System integriert werden, ist darauf zu achten, dass die bereits bestehende Druckersprache auch in dem neuen Drucker unterstützt wird. Soll der Drucker als stand-alone Lösung installiert werden, kann diese Frage vernachlässigt werden. Ebenso ist man von der Druckersprache unabhängig, wenn eine professionelle Etiketten-Software eingesetzt wird.

Schnittstellen
Zur Auswahl stehen folgende Schnittstellen: USB, RS232, bidirektional/parallel, RS422, RS485, Bluetooth oder Netzwerk (LAN oder WLAN). Um eine Verbindung herstellen zu können, muss somit vorab geklärt werden welche Schnittstellen bereits vorhanden sind.

Zubehöroptionen
Folgende Optionen sind beim Druckerzubehör, das in jedem Fall modular und leicht zu wechseln sein sollte, am häufigsten vertreten:

Rewinder: Die bedruckten Etiketten werden innerhalb des Druckers wieder auf einen Kern aufgespult und können nach dem Druck als gesamte Rolle entnommen werden.

Cutter: Vereinzelung der Etiketten nach dem Druck.

Peel-Off: Ablösung des Etiketts vom Liner, um es z.B. im späteren Produktionsablauf mit einem Applikator direkt auf das Produkt aufspenden zu können.

Tear-Off: Diese Vorrichtung erlaubt es dem Benutzer, nach dem Ausdruck das Etikett an der Spendekante abzureißen und zu entnehmen.

Zusätzlich zu den bereits genannten Zubehöroptionen können einige Drucker mit einem Applikator ausgestattet werden, für RFID aufgerüstet werden oder mit einer Tastatur versehen werden. Selbstverständlich können neben den genannten Spezifikationen auch weitere individuelle Kundenwünsche umgesetzt werden.

Für Ihre speziellen Drucker-Anforderungen, steht Ihnen unser Team des Technischen Vertriebs gerne mit Rat und Tat zur Seite!