WArenkennzeichnung im Wandel

Häufig erfolgt die Warenmarkierung direkt am Material des Werkstücks. Dies erfüllt aber nicht immer alle Anforderungen und erschwert eine lückenlose Überprüfung und Rückverfolgbarkeit der Logistikkette. Eine höhere Flexibilität und Sicherheit bieten hier Etiketten zur eindeutigen Warenkennzeichnung, die zudem kunden- und produktspezifisch gestaltet werden können und zugleich eine datenbankbasierte Einbindung in die Logistik bieten. Gleichzeitig können für Etiketten zahlreiche Sicherheitsmerkmale zum Einsatz kommen, die einen Fälschungs- und/ oder Öffnungsschutz leisten und somit eine eindeutige Erkennung der Echtheit und Unversertheit der Waren unterstützen.

Sicherheitsetiketten zur industriellen Warenkennzeichnung
Sicherheitsetiketten lassen sich mittels Digitaldruck individuell und eindeutig kennzeichnen. Bei ausgefüllten Projekten hat es sich in mehrerlei Hinsicht als günstig erwiesen, die individualisiert vorgefertigten Etiketten zusätzlich bei der Beschriftung mit weiteren Informationen zu versehen. Dies erfolgt in der Regel mit marktüblichen Mitteln wie Tintenstrahl- oder Thermotransferdruckern. Dabei ist eine direkte Kopplung der vorgefertigen individuellen Information (beispielsweise eine alphanummerische Zifferung) und vor der Ort hinzugefügten Daten zu präferieren. So kann die Zifferung des Etiketts als Schlüssel für eine kyrptologische Bearbeitung der zu addierenden Informationen eingesetzt werden oder auch in die neue Kennzeichnung als Prüfziffer integriert werden. Daraus folgt beim späteren Datenlesen eine Redundanz, die die Sicherheit erhöht.

Die Idee der redundanten Kopplung von Informationen für die industrielle Kennzeichnung von Waren ist nicht neu. Bisher allerdings werden beide Datensätze mit marktüblichen Geräten auf Etiketten gedruckt, die jeweils ein schwarzes oder farbiges Druckbild erzeugen. Dies lässt sich durch herkömmliche Technologie relativ einfach nachstellen, so dass die vermeintlich sichere Information gegen Kopieren und Fälschungsangriffe nahezu ungeschützt ist.

Neuartiges Kennzeichnungssystem
Hier setzt eine Neuentwicklung unseres Partners Schwarz Druck an. Bei der DMOS-Technologie (Digitales Magneto-Optisches Sicherheitsmerkmal) wird durch Kombination einer spezielen Digitaldrucktechnologie mit einer seriell nachgeschalteten Folienapplikation die individuelle Formung einer Sicherheitsfolie auf dem Etikett ermöglicht. Dies bedeutet, dass beispielsweise jedes Etikett mit einer individuellen Folienschicht, beispielsweise in Form einer seriellen Nummerierung oder eines Barcodes ausgerüstet werden kann. Bei herkömmlicher Folienapplikation besteht keine Möglichkeit für eine individuelle Ausformung, man findet nur Endlosstreifen oder sich wiederholende Einzelbilder. Die Etiketten selbst sind darüber hinaus mit einer individuell für den jeweiligen Kunden designten Kombination aus Druckmerkmalen wie beispielsweise Mikrodruck, Guillochenlinien, UV-fluoreszierende Elemente und andere ausgerüstet.

DMOS liefert Etiketten, die auf der individuellen Beschriftung eine Sicherheitsfolie in Form der Individualformation tragen. Die oben aufliegende Folie liefert den Kopierschutz für die gedruckten Daten. Die später hinzugefügte Informaiton muss somit nicht noch einmal geschützt werden.
Die abgesicherte Kennzeichnung ist mit optischen Hilfsmitteln auslesbar, die auf Smartphone-Technologie beruhen. Somit ist die zuvor genannte Kopplung mit den Daten umsetzbar, die beim endgültigen Druck auf das Etikett hinzukommen. Außerdem ermöglicht das Verfahren DMOS auch eine spätere Echtheitsprüfung, da es mit einer speziell hierfür konfigurierten Messtechnik erfassbar ist, die nur auf die DMOS Technologie anspricht.

Für das standardmäßige Auslesen der Sicherheitsetiketten mit DMOS  auf optischem Weg bietet Schwarz Druck eine Begleitung und Beratung an.
Die spezielle Technologie beschränkt die Auswahl der hierfür einsetzbaren Geräte, beispielsweise funktionieren normale Barcodescanner nicht mehr aufgrund der Folien abgelenkten Rückstrahlung.